Mag. Dr. Lisa Sigl

Universitätsassistentin (post-doc)

Universitätsstraße 7/6. Stock
1010 Wien
Raum: C0626
Tel: +43-1-4277-26101
eMail: lisa.sigl@univie.ac.at

Biographie

Lisa Sigl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsplattform „Responsible Research and Innovation (RRI) in Academic Practice“ mit besonderem Interesse an den Bedingungen für soziale Verantwortung in der Forschung.

 

 

Forschungsinteressen

  • Prozesse der Subjektivierung und Wertgebung in Forschungskulturen
  • Veränderung von Kulturen und Praxen der Wissensproduktion in ihren sozialen Kontexten (v.a. an öffentlichen Forschungseinrichtungen), zB. in Bezug auf Kommerzialisierung von Forschung, der Realisierung sozialer Verantwortung in der Forschung
  • inter- and transdisziplinäre Zusammenarbeit im Kontext von “Responsible Research and Innovation –  RRI”
  • inter- und transdisziplinäre Lehr-Formate (Master- und PhD-Level) im Kontext von “Responsible Research and Innovation –  RRI”
  • Innovationspolitik und Innovationskonzepte in historischer Perspektive und im internationalen Vergleich

Aktuelle Forschungsprojekte

Valuing, Being and Knowing in Research Practices. Understanding the entanglements of valuation practices and subjectification processes in life science research (gemeinsam mit Maximilian Fochler)

Responsible Robotics. How to reflect on and consider societal concerns in robotics research (in Kollaboration mit Marjo Rauhala und dem DK "Trust Robots" an der TU Wien)

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Als Forschungsassistentin am Zentrum für HochschulBildung (zhb) der TU Dortmund (2014-2016) arbeitet sie an dem Projekt „University-industry collaboration in high-tech fields ” mit besonderem Fokus auf Deutschland. Die zentrale Forschungsfrage, wie ForscherInnen sich in neuen Governance-Anordnungen (z.B. neue IPR-Gesetzgebung, universitätsinterne Regelungen) bewegen, um Forschung zu kommerzialisieren, ist an einer Schnittstelle von Wissenschaftsforschung und Hochschulforschung angesiedelt.

In ihrer Zeit am Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) in Wien (2012-14) hatte sie Gelegenheit, mit VertreterInnen verschiedener Stakeholder (bmwfw, bmvit, FWF. FFG, etc.) im Rahmen der Taskforce der österreichischen Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschafts- und Forschungspolitik zu arbeiten. Als Leiterin des Forschungsschwerpunkts „Internationalisierung von Wissenschafts- Forschungs- und Innovationspolitik“ war sie insbesondere an internationalen Vergleichen von Innovationspolitik und von Innovationskonzepten in Europa, China und Indien interessiert.

In ihrer Dissertation hat sie herausgearbeitet, wie junge ForscherInnen in den Lebenswissenschaften (PhDs, Postdocs) mit verschiedenen Formen von Unsicherheit und Prekarisierung umgehehen. Sie hat dafür konzeptuelle Ansätze aus den Science and Technology Studies (STS) und den Labour Studies kombiniert, um neue Perspektiven auf die Transformationen wissenschaftlicher Arbeitskulturen zu erschließen. Grundlage für die Arbeit war die Mitarbeit an Forschungsprojekten zur Veränderung wissenschaftlicher Forschungskulturen – das FP6-Projekt KNOWING („Knowledge, Institutions and Gender: An East-West Comparative Study“) und das Projekt GOLDII („Die Biowissenschaften als Kultur und Praxis neu denken“) – und ein DOC-Stipendium der öaw („Uncertain Research Landscapes“).